Home / Ratgeber / Alternativen und Ergänzungen zum Stillen
Das Stillen eines Babys hat einige Vorteile. Doch nicht jede Mutter kann ihr Baby stillen.
Bild von RitaE auf Pixabay

Alternativen und Ergänzungen zum Stillen

Die Ernährung spielt bei einem Säugling/Baby eine große Rolle. Den meisten Eltern wird es sehr wichtig sein, dass ihr Kind gut und richtig ernährt wird. Ob man nun sein Kind stillt oder mit der Flasche ernährt, es ist hilfreich und wichtig, dafür immer die richtige Ausstattung zu haben. Das wird den Alltag enorm erleichtern.

Das Stillen ist vor allem in den ersten Monaten die beste Nahrung für das Kind. Es bekommt so die absolut passende Ernährung und ebenso die körperliche Nähe und Zuwendung. Die Milch der Mutter beinhaltet alle wichtigen Nährstoffe in der korrekten Menge. Dazu ist sie leicht verdaulich und passt sich immer den Nahrungsbedürfnissen des Kindes an. Mit der Muttermilch kann man ein Baby nicht zu viel füttern und sie steht jederzeit fertig zur Verfügung.

Nach dem Stillen oder anstelle des Stillens

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum gar nicht oder nur eine bestimmte Zeit lang gestillt wird. Wer nun nicht mehr stillen möchte oder kann, wird bei der Baby-Ersatznahrung eine große Auswahl finden.

Pre-Milch von Anfang an

Die sogenannte Pre-Milch ist der Muttermilch am ähnlichsten. Man kann sie aus dem Grund das gesamten erste Lebensjahr geben. In dieser Milch ist ausschließlich Laktose (Milchzucker) als Süßungsmittel enthalten. Andere Kohlenhydrate dürfen in dieser Babymilch nicht enthalten sein. Der Eiweißgehalt ist dabei der Muttermilch recht ähnlich und man kann mit ihr ein Baby nicht überfüttern. Es gibt Pre-Milch und HA-Pre-Milch für allergiegefährdete Kinder.

Ziegenmilch als interessante Alternative

Wenn ein Kind nicht erwiesenermaßen unter einer Kuhmilchallergie oder Laktoseintoleranz leidet, könnte eine Flaschennahrung auf Ziegenmilchbasis eine besonders interessante Alternative zur Flaschennahrung auf Kuhmilchbasis sein. Man bekommt Ziegenmilch fürs Baby zum Beispiel als Anfangs-, Folge- und Kindermilch. Die Ziegenvollmilch soll für den Körper relativ leicht verdaulich sein, weil das Fett aus kleineren Fettkügelchen und relativ vielen kurz- und mittelkettigen Fettsäuren besteht. Dazu ist die Rede davon, dass die relativ niedrige Menge des Proteins αs1-Casein dafür sorgt, dass die Masse im Magen weicher ist und somit vom Körper leichter ausgeschieden werden kann. Die Ziegenmilch enthält außerdem wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Erhalten kann man Flaschennahrung auf Ziegenmilchbasis zum Beispiel von der Marke Kabrita.

Mit dem richtigen Wasser die Babymilch zubereiten

Das Milchpulver wird mit Wasser vermischt. Prinzipiell ist die Leitungswasserqualität in Deutschland so gut, dass man das Wasser abgekocht für die Herstellung der Babynahrung verwenden kann. Allerdings muss man wissen, dass in alten Häusern immer noch alte Blei- oder Kupferrohre liegen können. Wenn das der Fall ist, sollte man dieses Wasser nicht für die Nahrung von Babys verwenden. Auch dann nicht, wenn es mit einem Wasserfilter gereinigt wurde. Bei manchen Wasserwerken kann man als Schwangere oder als Eltern von kleinen Kindern kostenlose Wassertests erhalten – somit ist einer Überprüfung der Qualität problemlos möglich. Damit kann man dann das Wasser – so wie es zu Hause aus der Leitung kommt – testen. Es ist auch möglich, Wasser kostenpflichtig auf Blei und Kupfer testen zu lassen.

Wenn das Wasser belastet ist, sollte man stilles Mineralwasser verwenden. Auf dem Etikett sollte der Hinweis stehen: “zur Zubereitung von Babynahrung geeignet”. Man erhält zudem als Alternative besonderes Babywasser, welches aber recht teuer ist.