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Zahnimplantate sind nicht gerade billig. Die Kosten werden nicht zu 100% von der Krankenkasse übernommen.
Bild von JOSEPH SHOHMELIAN auf Pixabay

Zahnersatz Kosten: Das sollten Sie wissen!

Zahnimplantate gibt es aus Titan oder aus Keramik, als Mini- oder Sofortimplantate – jeder Patient erhält sein passendes Implantat. Die Kosten unterscheiden sich wegen der vielen Varianten stark. Daher können Sie auf spezialisierten Portalen auch den Zahnersatz bundesweit vergleichen. So können Sie an Ihrem Eigenanteil bares Geld sparen.

Was beeinflusst die Kosten eines Zahnimplantats am meisten?

Diese Faktoren sind ausschlaggebend für die Kosten:

  • Material
  • Art des Implantats, abhängig von der individuellen Zahngesundheit
  • Aufwand der Behandlung

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für Implantate nur einen Festzuschuss. Dieser deckt 50 – 65 % der Regelversorgungskosten ab. Wer eine vollständige Kostendeckung bzw. wenigstens die Erstattung von 80 – 90 % der Kosten wünscht, benötigt eine private Zahnzusatzversicherung.

Was leistet das Zahnimplantat?

Es schließt dauerhaft Zahnlücken und kann einen einzelnen Zahn, mehrere Zähne und auch ein ganzes Gebiss ersetzen. Das eigentliche Implantat wird als künstliche Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt, darauf kommt der Implantataufbau (Abutment) und auf diesen die Suprakonstruktion, die oft eine Zahnkrone ist. Unterschiede ergeben sich durch die Form, die Größe und das Material. Auch gibt es ein- und mehrteilige Implantate.

Kostenbeispiele für Zahnimplantate

Die einteiligen Mini-Implantate werden für die Befestigung von Totalprothesen und für einzelne Schneidezähne verwendet. Sie können rund 1.100 – 1.500 Euro kosten. In den hier genannten Preisen sind immer die Behandlungskosten, das Material und die Laborkosten enthalten. Größere Sofortimplantate eignen sich für sehr gesunde Kieferknochen. Sie verwachsen nach dem Einsetzen sofort, was die Behandlungskosten senkt. Solche Implantate können schon für ~1.500 Euro zu haben sein, während die klassischen Implantate, die mehrere Behandlungsschritte brauchen, inklusive Suprakonstruktion etwa ab 1.800 Euro kosten. Das hängt auch vom Zahn ab, der durch ein Implantat ersetzt werden muss. Hier sind einige Kostenbeispiele:

  • Backenzahnimplantat mit einfacher Krone: 1.800 – 2.500 Euro
  • Schneidezahnimplantat mit einfacher Krone: 2.000 – 3.500 Euro
  • kompletter Ersatz von Ober- oder Unterkieferzähnen (zum Beispiel nach einem Unfall: ~8.000 – 12.000 Euro

Allerdings ist es nur sehr selten mit einem Implantat getan. Im Jahr 2020 geht aus statistischen Erfassungen von Zahnarztabrechnungen hervor, dass die Patienten bzw. ihre Kassen durchschnittlich 3.700 Euro für eine Implantatbehandlung bezahlen. Oft werden zwei oder mehr Zähne durch Zahnimplantate ersetzt, weil das die Behandlungsdauer senkt. Immerhin fällt in der Phase des Einwachsens eines Implantats (je nach Knochengesundheit vier bis acht Wochen) das Essen und anfangs sogar das Sprechen schwer. Den Patienten wird daher geraten, alle Baustellen gleichzeitig behandeln zu lassen.

Lassen sich die Kosten über die Materialauswahl senken?

Natürlich ist Keramik preisgünstiger als Titan, doch diese Implantate halten auch nicht so lange. Bei Titan geht man davon aus, dass mindestens 90 % dieser Implantate nach zehn Jahren noch voll funktionstüchtig sind. Bei Keramik könnten es nur sechs bis acht Jahre sein. Es gibt natürlich auch Keramikimplantate, die sehr lange halten. Die Haltbarkeit hängt von vielen weiteren Faktoren wie der Knochengesundheit, der Mundhygiene, der Ernährung und dem Rauchen oder Nichtrauchen ab. Die Abwägung, welches Material zu empfehlen ist, müssen Sie letzten Endes als Patient/in selbst treffen. Wenn Sie eine gute Zahnzusatzversicherung haben, werden Sie darüber nicht nachdenken, sondern die beste Variante (aus Titan) wählen.

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