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Foto: Kath. Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V.

Eine Mutter-Kind-Kur für viele Frauen ein Geschenk

Gemeinsame Zeit als Geschenk erleben – Beziehung zwischen Mutter und Kind entscheidend für den Erfolg einer Mutter-Kind-Kur

In einem beruflich wie privat durchgetakteten Alltag ist eine Mutter-Kind-Kur für viele Frauen ein Geschenk: Endlich haben Sie einmal Zeit für sich und ihre Gesundheit. Sie nutzen diese Auszeit aber auch, um die Beziehung zu ihren Kindern neu zu erleben. Die Kliniken der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung binden die Kinder von Anfang an in das Gesamtkonzept mit ein. „Wenn die Beziehung zwischen Müttern und Kindern wieder ein verlässliches Fundament erhält, entsteht eine Leichtigkeit und Freude, nach der sich viele lange Zeit gesehnt haben”, sagt Birgit Kappus-Langmann, pädagogische Leiterin der Fachklinik „Helena am Meer” auf Borkum. In einer guten Mutter-Kind-Beziehung sieht sie die besten Voraussetzungen für einen nachhaltigen Erfolg der Kur.

Foto: Kath. Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V.

Damit sich Mütter während der dreiwöchigen Vorsorge- und Rehamaßnahme auf ihren individuellen Therapieplan konzentrieren können, werden ihre Kinder in dieser Zeit betreut. In den Einrichtungen der KAG Müttergenesung nutzen Erzieher und Sozialpädagogen diese Zeit, um die Kinder in den Therapieplan der Mütter einzubinden. Doch bevor dies gelingen kann, geht es dem pädagogischen Team darum, dass die Kinder und Jugendlichen ankommen – am neuen Ort mit seinen Abläufen und Routinen und in der neuen Gruppe. „Wir konzentrieren uns dabei ganz auf die Stärken und Talente der Kinder”, erklärt Kappus-Langmann. Die Erzieher schaffen einen Raum ohne Leistungs- und Zeitdruck. In dieser geschützten Umgebung lernen die Kinder, sich selbst zu spüren und aufmerksam für andere zu werden. Die Natur und die neue Umgebung helfen dabei, die eigene Wahrnehmung zu schulen und die Sinne wieder zu entdecken. Die Kinder übernehmen auch Verantwortung, in dem sie selbst die Regeln und die daraus entstehenden Konsequenzen bei Nichteinhaltung für ihre Gruppen aufstellen. All das hat zum Ziel, das Selbstwertgefühl zu stärken und sich in der Gruppe wohl zu fühlen.

Die Kinder erhalten auch den Raum, über Sorgen und Nöte zu sprechen. Manche kommen aus Familien mit wenig Geld, Eltern haben sich getrennt oder ein vertrauter Mensch ist gestorben. „Auch hier holen wir die Kinder zunächst ab und lenken ihren Blick wieder nach vorn auf ihre Stärken”, so Kappus-Langmann. Hilfreich zur Seite steht den Kindern dabei Therapiehund Paula.

Das pädagogische Team steht im engen Kontakt zu den Therapeuten der Mütter. Denn im zweiten Schritt zielt die Arbeit der Pädagogen auf eine bessere Beziehung zwischen Mutter und Kind. Nachmittags gibt es altersgerechte Angebote für sie, um das neu Gelernte gemeinsam auszuprobieren. Sie verbringen Zeit zusammen. Beim Werkeln, Kartenspielen und gemeinsamen Aktionen in der Natur konzentrieren sie sich dabei auf die Stärken des anderen. „Für viele ist das wie ein Reset-Knopf. Sie befreien ihre Beziehung von Missverständnissen und Druck. Sie schaffen einen Neuanfang, bei dem sie aufeinander achten und sich gegenseitig stärken”, freut sich Birgit Kappus-Langmann.

Die Hotline der KAG (0180/140 0 140 bei 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz) informiert über Angebote wie die pädagogische Betreuung und Spezialisierungen der 21 Fachkliniken innerhalb der KAG.

Quelle: Kath. Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V.

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