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Kopfschmerzen im Unterricht sind kein Einzelfall: Etwa vier von fünf Jugendlichen sind regelmäßig davon betroffen. Foto: djd/Initiative Schmerzlos/C.Futcher-istock

Kopfschmerzen und Migräne im Klassenzimmer

Der Kopf fühlt sich an, wie in einer Schraubzwinge. Schmerzen vom Nacken bis zur Stirn machen das Denken unmöglich. Für Jugendliche, die häufiger unter Kopfschmerzen leiden, wird der Schultag oft zur Qual. Die immer wiederkehrenden Beschwerden beeinträchtigen merklich die Lebensqualität. Bleiben sie unbehandelt, können sie zu wiederholtem Schulausfall führen. Damit beginnt ein Teufelskreis. Leistungsabfall, mangelndes Selbstbewusstsein und das Gefühl, nicht dazuzugehören, sind nur einige der möglichen Folgen. Mit der Zeit können sich chronische Kopfschmerzen entwickeln.

Kopfschmerzen im Unterricht sind kein Einzelfall: Etwa vier von fünf Jugendlichen sind regelmäßig davon betroffen. Foto: djd/Initiative Schmerzlos/C.Futcher-istock
Kopfschmerzen im Unterricht sind kein Einzelfall: Etwa vier von fünf Jugendlichen sind regelmäßig davon betroffen.
Foto: djd/Initiative Schmerzlos/C.Futcher-istock

Keine Einzelfälle

Studien zeigen, dass es sich keineswegs um Einzelfälle handelt. Welche große Relevanz Kopfschmerzerkrankungen bei Jugendlichen zukommt, belegen die Ergebnisse von MUKIS, einer Münchner Untersuchung zu Kopfschmerzen bei Gymnasiasten. Etwa 80 Prozent der befragten 12- bis 19-Jährigen gaben dabei an, in den vergangenen sechs Monaten Kopfschmerzen gehabt zu haben. Damit nimmt keine andere Erkrankung oder gesundheitliche Beeinträchtigung in diesem Alter solch einen Stellenwert ein – Experten sprechen gar davon, dass die Grenze der maximalen Verbreitung in dieser Altersgruppe bereits erreicht sei.

Jugendliche ernst nehmen

In der Schule reagieren Mitschüler und Lehrer häufig mit Unverständnis, wenn Schüler aufgrund von Kopfschmerzen dem Unterricht fern bleiben. Die Betroffenen selbst und ihre Eltern sind mit den Schmerzattacken ebenfalls vielfach überfordert. Da sich das Verhalten der Heranwachsenden mit Beginn der Pubertät oft verändert, können die Erziehungsberechtigten nicht mehr einschätzen, ob die Jugendlichen ihre Beschwerden nur vorschieben oder ob sie ernsthaft leiden. Experten, wie die Essener Neurologin Dr. med. Astrid Gendolla, raten den Eltern in jedem Fall, ihre Kinder ernst zu nehmen, wenn sie über Kopfschmerzen klagen. Auch sollten sie den Jugendlichen Mut machen und gemeinsam mit ihnen nach Lösungswegen aus dem Schmerz suchen, empfiehlt die renommierte Fachärztin.

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