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Rückenschmerzen und Herzprobleme liegen eng aneinander

Probleme mit dem wichtigsten Muskel des menschlichen Körpers galten lange Zeit als reines Männerleiden. Tatsächlich aber nimmt die Zahl der Frauen, die mit Herzproblemen zu kämpfen haben immer weiter zu. Das größte Problem: Gerade bei Frauen sind die Symptome nicht eindeutig. Viele leiden unter Rückenschmerzen und nehmen das nicht Ernst. Wie dann auch Laien erkennen können, ob es dann tatsächlich am Rücken liegt oder ob das Herz Hilfe braucht, erklärt der erfahrene Mediziner Dr. Reinhard Schneiderhan.

Frauen fürchten Brustkrebs viel mehr als jede andere Krankheit. Dabei führt beispielsweise ein Herzinfarkt viel öfter zum Tode als die Krebserkrankung. Auch die Überlebenschancen sind geringer. „Das liegt nicht nur daran, dass Frauen die Gefahr unterschätzen“, sagt Dr. Reinhard Schneiderhan vom gleichnamigen Medizinischen Versorgungszentrum in München-Taufkirchen. „Die Symptome sind auch längst nicht so eindeutig, wie bei Männern. Wer denkt bei Rückenschmerzen schon daran, dass mit der lebenswichtigen Pumpe in der Brust was nicht stimmen könnte? Deshalb ist es auch für Laien wichtig, die Symptome richtig einordnen zu können.“

Wer denkt bei Rückenschmerzen schon daran, dass es auch ein Herzinfarkt sein könnte?
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Wie also lässt sich erkennen, ob die Probleme mit dem Herzen oder mit der Wirbelsäule zusammenhängen? Glücklicherweise lässt sich das einfach beantworten. „Wenn die Schmerzen bei körperlicher Belastung auftreten, ist das in den meisten Fällen ein typisches Zeichen für eine Angina pectoris“, sagt Dr. Schneiderhan. „Bei Rückenschmerzen, die belastungsunabhängig und eher in Ruhe auftreten, ist von wirbelsäulenbedingten Beschwerden auszugehen.“

Typisch für vom Rücken ausgehende Schmerzen ist zudem, dass sie sich bei bestimmten Bewegungen abschwächen oder verstärken. Wenn Dehnübungen zu einer Linderung führen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Kreuz und seine Strukturen betroffen. Das gilt auch, wenn bei einer ungünstige Bewegung die Schmerzen ins Kreuz schießen. „Wer unsicher ist, sollte aber trotz allem ein EKG durchführen lassen“, sagt Dr. Schneiderhan. „Dann ist man auf der sicheren Seite.“

Ebenfalls wichtig zu wissen: Sowohl bei Frauen als auch bei Männern kündigt sich ein Herzinfarkt meist ein paar Tage vorher an. Die häufigsten Symptome sind ein beklemmendes Druckgefühl in der Brust, Schmerzen im linken Arm sowie in der Schulter. Manchmal strahlen die Schmerzen bis zum Hals oder Unterkiefer aus. In all diesen Fällen ist es unbedingt erforderlich sofort zum Arzt zu gehen oder gleich den Notarzt zu rufen.

„Wenn die Beschwerden vom Rücken ausgehen“, ist es ratsam eine so genannte interdiszplinäre Praxis aufzusuchen“, sagt Dr. Schneiderhan. „Wenn sich Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen einen Patienten genau unter die Lupe nehmen, die ist Chance am größten, auch die Ursachen der Beschwerden zu finden. Und in fast allen Fällen können wir dann gezielt helfen.“ Manchmal reichen dafür konservative Maßnahmen aus. Manchmal kommen minimal-invasive Methoden zum Einsatz.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

Quelle: MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen

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