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Kaffee bringt unser Gehirn auf Touren

Kaffee zählt zu den beliebtesten Getränken, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Das Getränk wird aus den Samen der Kaffeepflanze gewonnen, den Bohnen. Deren Aufbau ist sehr komplex und bis heute noch nicht vollständig erforscht. Die Kaffeebohne setzt sich aus 800-1000 Substanzen zusammen.

Die Kaffeepflanze wird überwiegend in Lateinamerika, Ostafrika und dem indonesischen Raum angebaut. Spannende Berichte aus der Welt des Kaffee-Handels finden sich auf dem Blog von Kaffee Partner.

Kaffee ist gesundheitsfördernd

Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten sind zahlreiche Studien zur Wirkung von Kaffee erstellt worden. Die weit verbreitete Meinung, Kaffee wirke sich schädlich auf die Gesundheit aus, wird mehr und mehr widerlegt. Stattdessen schreibt man ihm sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung zu.

Kaffee beugt bestimmten Krankheiten vor und er steigert unsere geistige wie physische Leistungsfähigkeit. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Koffein.

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Die Wirkung von Koffein

Eine Tasse mit 125 ml Kaffee enthält – abhängig von der jeweiligen Sorte – 60 bis 150 mg Koffein. Die Substanz wird als „pharmakologisch wirksam“ bezeichnet. Das bedeutet, dass Koffein Auswirkungen auf die Prozesse in unserem Körper hat.

Das Koffein wirkt stimulierend auf unsere Psyche, was sich zum Beispiel in einer gehobenen Stimmung niederschlägt. Ebenso wird der Antrieb gesteigert. Koffein verbessert die Konzentration und fördert die Merkfähigkeit. Besonders das Kurzzeitgedächtnis ist hiervon begünstigt. Wir sind nach dem Genuss von Kaffee wacher und aufmerksamer. Auch unser Gedankenfluss beschleunigt sich, was uns kreativer werden lässt.

Der Botenstoff Adenosin und Koffein

Die gesteigerte Aufmerksamkeit, die wir durch Kaffee erfahren, hängt mit biochemischen Prozessen in unserem Gehirn zusammen. Koffein kann die Blut-Hirn-Schranke nahezu ungehemmt durchschreiten und entfaltet im Gehirn seine Wirkung vor allem durch Andocken an den Adenosin-Rezeptoren.

In unserm Gehirn findet sich ein Netz aus Milliarden miteinander verknüpfter Nervenzellen. Über Botenstoffe und elektrische Signale werden Informationen zwischen den Neuronen ausgetauscht.

Adenosin ist ein Neurotransmitter, ein Botenstoff. Er funktioniert wie eine Art Bremse für die Gehirnaktivität: Wenn unser Gehirn auf Hochtouren arbeitet, wird Adenosin ausgeschüttet und der Informationsaustausch zwischen den Neuronen verlangsamt sich. Ein Müdigkeitsgefühl tritt ein. Dies soll das Gehirn vor Überforderung schützen.
Koffein verfügt über einen ähnlichen Aufbau wie der Botenstoff Adenosin. Es dockt deshalb an den gleichen Rezeptoren an. So wird die Wirkung des bremsenden Transmitters Adenosin blockiert. Die Müdigkeit bleibt aus. Folglich kann unser Gehirn weiter Höchstleistungen erbringen.

Kaffee hält uns wach

Kaffee besitzt deshalb vielmehr eine „wachhaltende“ als eine „wachmachende“ Wirkung. Studien haben gezeigt, dass das Getränk vor allem dann wirkt, wenn wir – z.B. aufgrund einer schlaflosen Nacht – erschöpft sind. Befinden wir uns dagegen im „Normalzustand“, ist die aufputschende Wirkung von Koffein weniger ausschlaggebend.

Gehirndoping mit Kaffee

Es gibt weiter Gründe, warum Koffein die Leistung steigert. Durch die Substanz weiten sich die Gefäße. Dies lässt beispielsweise das Herz kräftiger und in kürzerer Folge schlagen. Auch die Bronchien weiten sich, wodurch unser Körper besser mit Sauerstoff versorgt wird. Die Aktivierung durch Kaffee erstreckt sich auf den gesamten Organismus.

Zusammenfassend wirkt Kaffee als Neuro-Enhancer, als Gehirndoping. Menschen nutzen das Koffein um ihre kognitiven Fähigkeiten zu stärken. Jedoch bei Überdosierung kann Kaffee zu Erregtheit, Schlaflosigkeit und sogar Angstzuständen führen. Drei bis vier Tassen Kaffee am Tag sind nicht bedenklich. Deshalb ist auch hier ein Maßhalten angesagt.