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Schmink- und Kostümtipps ohne schädliche Substanzen

Sich als Gruselclown, Eiskönigin oder Drag-Queen in den Karneval zu stürzen, ist in diesem Jahr schwer angesagt. Do-it-Yourself-Kostüme und Vintage-Unikate aus dem Second Hand-Laden animieren Verkleidungskünstler zu phantasievollen Kreationen. Wer selbst schneidert und gestaltet, lässt das Kostüm-Angebot von schlecht bezahlten Näherinnen in Fernost links liegen. Keine Maskerade ohne Schminke: Glitzernde Fabelwesen, Emojis oder furchterregende Monster verwenden gern viel Farbe, um ihr Outfit närrisch zu verändern. „Doch Farb- und Konservierungsstoffe in der Schminke oder schädliche chemische Substanzen in Kostümen können die Haut empfindlich reizen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Ein buntes und bedenkenloses Treiben ohne Blessuren für Haut und Organismus gelingt an den tollen Tagen mit folgenden Tipps:

  • Gefahrlose Kostümierung: Karnevalskostüme können giftige Stoffe enthalten, die Haut und Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen. Vor dem Tragen sollten Outfits aus dem Kostümhandel wenn möglich erstmal gewaschen werden. Leggings und T-Shirts drunter halten nicht nur warm, sondern schützen auch vor direktem Hautkontakt. Auch wenn’s im Karneval heiß hergeht: Beim Tragen von Kleidung und Perücken aus Kunstfasern sollten Narren auf einen Sicherheitsabstand zu Funken und Feuer achten, weil ihre synthetische Kostümierung leicht entflammbar ist.
  • Karnevals-Utensilien im Geruchstest: In Plastik-Schwertern, Kunststoff-Flügeln, Masken oder Klebe-Tattoos können sich Lösemittel, Weichmacher oder andere Schadstoffe befinden. Einige lassen sich schon am Geruch erkennen. Also erstmal schnüffeln: Wenn das Kostüm-Beiwerk oder die Körper-Sticker stark nach Kunststoff oder Chemie riechen, sollten Jecken ihre Haut besser vor solchen bunten Accessoires verschonen.
    Eine phantasievolle Kostümierung gehört zum Karneval dazu.
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  • Getrübter Blickkontakt bei bunten Linsen: Von roten Vampiraugen bis zu katzenförmigen Pupillen lassen sich mit Spaß-Kontaktlinsen dramatische Effekte erzielen. Wie bei optischen Sehhilfen ist auch bei den Spaß-Linsen eine sorgfältige Hygiene notwendig, um Infektionen der Augen zu vermeiden Die Hornhaut des Auges kann bei längerem Tragen durch Sauerstoffmangel geschädigt werden. Jecken sollten bunte Kontakt-Linsen also nur kurzzeitig tragen. Speziell geformte Pupillen, wie etwa schmale Katzenaugen, können zudem das Sichtfeld einschränken.
  • Natürlich bunt geschminkt: Wer Karnevalsschminke mit Mineralölen wie Paraffin oder Petrolatum auf die Lippen aufträgt, verschluckt oftmals schädliche Substanzen, die sich im Körper anreichern können und teilweise unter Krebsverdacht stehen. Karnevalsschminke als zertifizierte Naturkosmetik ist dagegen frei von Mineralölen, Silikonen, synthetischen Farbstoffen und vielen anderen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belasten können. Zu erkennen ist Naturkosmetik etwa am BDIH- oder dem NATRUE-Siegel, das ein Frauengesicht im Profil zeigt. Mittlerweile werden die bunten Farben auf natürlicher Basis in Bioläden und in Drogeriemärkten angeboten. Aquafarben sind hautfreundlicher als solche auf Fett-Basis, denn sie verstopfen die Poren nicht. Und sie lassen sich auch leichter abschminken – Wasser und Seife genügen.
  • Alles Plastik, was glänzt: Der Glitzerkram fürs Gesicht besteht aus kleinen Plastikteilchen, die nach den tollen Tagen als Mikroplastik in der Umwelt noch lange weiterleben. Übrigens: Glitter aus dem Biokunststoff PLA (Polymilchsäure), wird oft als „biologisch abbaubar“ bezeichnet. Doch gegenüber sonstigem Plastik gibt’s bezüglich der Anwendung kaum einen Vorteil, da auch der Biokunststoff in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut wird.
  • Nach der Maskerade: Glitter und Schminke nicht einfach abwaschen, sondern mit einem Papiertuch abwischen und im Restmüll entsorgen. Was für Kunststoff-Glitzer gilt, betrifft auch Konfetti: Der bunte Regen sorgt ebenfalls für ein jahrhundertelanges Nachspiel in der Natur, wenn er aus Plastikschnipseln besteht.

Nicht nur für die tollen Tage hat die Verbraucherzentrale NRW Beratung und Informationen zu Schadstoffen in Kosmetik und anderen Alltagsprodukten parat – und zwar online unter www.verbraucherzentrale.nrw/schadstoffe oder in eine ihrer örtlichen Umweltberatungen – Kontakt unter www.verbraucherzentrale.nrw/umweltberatung.

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