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Wenn Licht zur Qual wird

Dass jemand lichtempfindliche Augen hat, dies ist sicherlich den meisten Menschen ein Begriff. Doch gibt es auch Menschen, die unter Lichtscheu, der sogenannten Photophobie leiden. Der Begriff Photophobie bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie Angst vor Licht. Menschen, die von Lichtscheu betroffen sind, meiden tatsächlich helles Licht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Sonnenlicht oder künstliches Licht handelt. Betroffene dunkeln zudem häufig mithilfe einer Außenjalousie die Räume noch zusätzlich ab, sodass möglichst wenig Licht von außen in den Innenraum dringen kann.

Die Hauptursachen für Lichtscheu stellen Augenkrankheiten und neurologische Erkrankungen dar. Kopfschmerzen oder tränende Augen sind bei der Photophobie häufige Begleitsymptome. Psychische Störungen wie beispielsweise Angsterkrankungen sind eher selten der Grund warum eine Lichtscheu auftritt. In manchen Fällen bleibt es außerdem auch unklar aus welchen Gründen die Augen Licht nicht gut tolerieren.

Licht und Schatten

Wir Menschen brauchen Licht in erster Linie, um überhaupt etwas sehen zu können. Aber auch um uns wohlzufühlen, ist Licht unabdingbar. Die meisten Menschen empfinden insbesondere das natürliche Licht, also das Tageslicht als anregend. Es gibt aber auch Menschen, die unter Licht leiden. Die Helligkeit verursacht Schmerzen und die Augen tränen, um nur zwei Symptome zu nennen. Betroffene ziehen sich dann lieber zurück und suchen Erleichterung in abgedunkelten Räumen oder in Räumen mit gedämpftem Licht.

Eine anhaltende Lichtscheu ist äußerst selten. Sehr unangenehm wird es dann, wenn auch das Licht in Innenräumen als unangenehm empfunden wird. Denn im Endeffekt können bei Menschen mit überempfindlichen Augen sämtliche Lichtquellen, also sowohl natürliche als auch künstliche als störend und unangenehm empfunden werden.

So gibt es beispielsweise Betroffene, die selbst bei einem bewölkten Himmel nur mit einer Sonnenbrille nach draußen gehen. Menschen, die sogar in Innenräumen eine Sonnenbrille „brauchen“, sind mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Photophobie betroffen. Hier empfiehlt es sich, auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen und dessen Hilfe anzunehmen. Denn hat erst einmal eine Gewöhnung an diese Verdunklungsmaßnahme stattgefunden, dann wird die Lichtempfindlichkeit draußen nur noch verstärkt.