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Sport und Bewegung können zwar die krankhaften Fettpolster nicht beseitigen, aber Beschwerden lindern und zusätzliche Pfunde reduzieren. Foto: djd/Ofa Bamberg/georgerudy - stock.adobe.com

Lipödem – Was man dagegen machen kann

(djd). Bei einem Lipödem handelt es sich um eine chronische und schmerzhafte Fettgewebsvermehrung, in deren Folge sich zusätzlich Flüssigkeit im Gewebe ansammeln kann. Das geht einher mit starkem Druck- und Berührungsschmerz, Orangenhaut, quälendem Spannungsgefühl und symmetrischen Schwellungen. Da dies vor allem an Hüfte und Oberschenkeln auftritt, spricht der Volksmund auch von “Reiterhosen”. Es kann allerdings in selteneren Fällen auch die Arme betreffen. Wie man das Lipödem behandeln kann und was Betroffenen sonst noch guttut, erfahren Sie hier:

1. Entstauungstherapie

Als ersten Schritt empfehlen Ärzte in der Regel eine konservative Behandlung. Dazu gehört im Rahmen der sogenannten Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) zunächst die manuelle Lymphdrainage – eine spezielle Massageform – durch einen Physiotherapeuten. Sie dient vor allem dazu, die Schmerzen zu reduzieren und den Lymphfluss zu unterstützen, der durch das Lipödem beeinträchtigt werden kann.

2. Kompression

Will man das Lipödem behandeln, ist das konsequente Tragen geeigneter Kompressionsstrümpfe unerlässlich. Bei Lipödemen bewährt haben sich flachgestrickte Strümpfe wie Lastofa Forte von Ofa Bamberg [https://www.ofa.de/de-de/haeufige-fragen/]. Denn nur dieses Strickverfahren kann den bei Ödemerkrankungen notwendigen flächig wirkenden Druck bieten. Edle Merinowolle und Mikrofaser sorgen zudem für angenehmen Tragekomfort und Temperaturausgleich. Die Strümpfe werden im Sanitätshaus individuell für die jeweilige Körperform angemessen und vom Hersteller maßangefertigt.

3. Fettabsaugung

Eine zusätzliche Möglichkeit, das Lipödem zu behandeln, ist eine Fettabsaugung (Liposuktion). Sie dient dazu, die Fettansammlung zu reduzieren und kann den psychischen Leidensdruck lindern, unter dem gerade die betroffenen Frauen oft leiden. Allerdings sollten Sie bedenken, dass jeder chirurgische Eingriff mit Risiken verbunden ist – und dass die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen. Außerdem sollte der durchführende ästhetische Chirurg über ausreichend Erfahrung mit dem gesamten Krankheitsverlauf eines Lipödems verfügen.

4. Sport

Sport und Bewegung können zwar die krankhaften Fettpolster nicht beseitigen, aber Beschwerden lindern und zusätzliche Pfunde reduzieren.
Foto: djd/Ofa Bamberg/georgerudy – stock.adobe.com

Auch Bewegung ist wichtig, wenn man das Lipödem behandeln will. Das regelmäßige Training kann zwar die krankhaften Fettpolster nicht beseitigen, hilft aber dabei, nicht noch zusätzlich überflüssige Pfunde anzusammeln. Symptome und Beschwerden können gelindert werden. Auch die Seele und das Körpergefühl profitieren. Besonders empfehlenswert sind Wassersportarten wie Schwimmen und Aquagymnastik oder -spinning. Durch den erhöhten Druck im Wasser entsteht eine natürliche, gleichmäßige und angenehme Kompression. Aber auch Einheiten auf dem Crosstrainer, Nordic Walking, Gymnastik und Faszientraining tun Betroffenen gut.

5. Ernährung

Immer noch erhalten viele Betroffene fälschlicherweise die Diagnose Adipositas (Fettleibigkeit). Dabei ist Übergewicht definitiv nicht die Ursache für ein Lipödem. Zum Behandeln und Bekämpfen der Fettpolster sind daher strikte Diäten nicht erforderlich. Allerdings können Übergewicht und eine ungesunde Ernährung das Lipödem weiter verschlimmern. Um die Pfunde und die Beschwerden in Schach zu halten, empfehlen Experten oft eine niedrig-glykämische und ketogene Ernährung. Dabei werden vor allem Kohlenhydrate stark reduziert, die Proteinzufuhr individuell angepasst und reichlich Gemüse, Salat und Obst verzehrt.

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