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Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben

Nicht nur bei Männern ist Haarausfall ein weit verbreitetes Problem, er betrifft auch Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Vor allem in Zeiten von großen Hormonumstellungen wie in der Pubertät, in und nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sind sie massiv davon betroffen. Darüber hinaus kommt es in späteren Jahren oft zu erblich bedingtem Haarausfall. Tipps gegen Haarverlust gibt es viele. Wichtig ist, sich vor jeder Therapie auf Ursachenforschung zu begeben.

Haarausfall bei Frauen in besonderen Lebenssituationen

Wie viele andere Prozesse auch steuern Hormone die Haarproduktion. Kein Wunder, dass Frauen in Zeiten großer Umstellungen im Körper vermehrt von Haarausfall betroffen sind. In jungen Jahren trifft das Problem häufig Mädchen in der Pubertät. Während dieser für den Körper so anstrengenden Zeit befindet sich vieles im Umbruch. Beim Übergang vom Mädchen zur Frau kommt es zu komplizierten Hormonumstellungen. Es mag ja paradox klingen, aber während die Körperbehaarung zwischen 10 und 15 Jahren zu sprießen beginnt, schwindet manchmal das Kopfhaar. Auch die Schwangerschaft ist eine Zeit, wo es zu starken Hormonveränderungen kommt. Während das Baby im Bauch der Mama wächst, wird vermehrt Östrogen ausgeschüttet. Dieses ist dafür zuständig, dass sich Schwangere oft über einen besonders rosigen Teint und schöne Haare freuen. Doch bei anderen wiederum wirkt sich die Hormonausschüttung negativ auf: Sie leiden vermehrt an Haarausfall. Besonders häufig leiden Frauen jedoch nach einer Geburt an Haarausfall. Während der Schwangerschaft ist der Östrogenspiegel hoch und fällt nach der Entbindung rasch ab. Sie sind jedoch dafür zuständig, dass Haarfollikel ihre Arbeit versehen. Östrogene halten Haarwurzeln in der Anagenphase – darunter versteht man jene Periode, wenn die Haare sich im Wachstum befinden. Sie dauert zwischen zwei und sechs Jahren. Nach der Geburt geraten aufgrund des rasch sinkenden Östrogenspiegels viele Follikel gleichzeitig in die Telogenphase. Am Ende dieser Periode fallen Haare auf natürliche Weise wieder aus.

Haarausfall bei älteren Frauen

Ab dem 50. Lebensjahr sind besonders viele Männer von Haarausfall betroffen. Bei acht von 10 Männern lichtet sich das Haarkleid. Doch auch bei Frauen ist dieses Problem gerade in älteren Jahren weit verbreitet. Ebenso wie bei Männern ist erblich bedingter Haarausfall ein wichtiges Thema. Jedoch zeigt er sich bei Frauen an anderen Stellen. Bei Männern beginnt erblich bedingter Haarausfall in der Regel an den Schläfen: Den zurücktretenden Haaransatz bezeichnet man in der Regel als Geheimratsecken. Bei Frauen dünnt sich das Haarkleid jedoch eher gleichmäßig aus. Generell erreichen bei Betroffenen die Haare nicht mehr die gewohnte Länge. Sie fallen früher aus und im weiteren Verlauf bildet sich nur mehr ein weicher Flaum. Schließlich stellen die Haarfollikel ihre Produktion ganz ein. Bei Frauen verläuft erblich bedingter Haarausfall meistens nicht linear, sondern in Schüben. Experten teilen androgenetische Alopezie, wie man erblich bedingten Haarausfall im Fachjargon nennt, in drei Stadien ein:

  • Grad I: dabei lichtet sich das Haarkleid am Oberkopf, auch der Mittelscheitel wird breiter
  • Grad II: Die Ausdünnung ist darüber hinaus auch neben dem Mittelscheitel und an der Seite des Kopfes auszumachen
  • Grad III: Hier ist der Haarausfall bereits weit fortgeschritten und betrifft sowohl die Stirn als auch die Seite

Behandlungsansätze für Haarausfall bei Frauen

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Wer an übermäßigem Haarausfall leidet, sollte sich so bald wie möglich an einen Fachmann wenden. Als Ansprechpartner bieten sich z.B. Haus- und Hautärzte an. Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben. Gerade bei Frauen, die mit ihrem Gewicht unzufrieden sind und häufig Diäten machen, kommt diffuser Haarausfall besonders oft vor. Dafür gibt es viele verschiedene Ursachen, unter anderem eine mangelhafte Ernährung. Bei Diäten wird nicht nur die Kalorienzufuhr radikal reduziert, gleichzeitig nimmt man auch weniger Mineralien und Vitamine zu sich. Ein Mangel an Vitamin B oder Eisen kann zum Beispiel zu Haarausfall führen. Um eine genaue Diagnose zu erstellen, ist eine Blutuntersuchung anzuraten. Ist dabei ein Mangel zu erkennen, sollte man seinen Speiseplan zu überdenken. Ausgewogene Kost mit vielen frischen Früchten und Gemüse, hochwertigen Ölen und Vollkorngetreide kann bei Haarausfall helfen. Doch wenn andere Gründe vorliegen, hat man noch immer zahlreiche Möglichkeiten um gegen den Haarverlust anzukämpfen. Dazu zählt eine Eigenhaartransplantation bei Frauen. Die derzeit gängige Methode dazu ist die FUE Technik (follicular Unit Extraction). Sie basiert auf der Tatsache, dass Haare in Grüppchen wachsen, die Experten als Grafts bezeichnen. Bei Frauen, die an Haarausfall leiden, besteht in den meisten Fällen zumindest ein gesunder Haarkranz auf dem Hinterkopf. Von hier entnehmen Profis Haargrüppchen und setzen sie an den kahlen Stellen ein. Voraussetzung für diese Methode ist allerdings, dass die Haare im Spenderbereich stark gekürzt werden. Da ganz dünne Nadeln und ausgeklügelte Instrumente verwendet werden, verursacht die Prozedur kaum Schmerzen. Im Empfängerbereich werden die Haare sanft eingesetzt, sodass sich die Narbenbildung in Grenzen hält. Allerdings dauert es nach einer Haartransplantation einige Zeit, bis sich die Haarfollikel verankert haben und ihre Produktion starten. Doch einige Monate nach dem Eingriff darf man sich über fülligeres Haar freuen.

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