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Winterzeit ist Infektionszeit: Meningokokken können schwerwiegende Erkrankungen auslösen

akz-o Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit startet auch wieder die leidige Infektionszeit. Viren und Bakterien haben Hochsaison, weil sich die Menschen vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten und sich Erreger durch Niesen und Husten besonders schnell übertragen.

Ein harmloser Infekt kann sich als gefährliche Erkrankung entpuppen

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Doch nicht nur Erkältungsviren befinden sich im Nasen-Rachen-Raum und können so durch Tröpfchen-Infektionen übertragen werden, sondern auch die ernstzunehmenden Meningokokken-Erreger. Meningokokken sind Bakterien, die besonders schwere Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder sogar eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können.
Die Erkrankung kann in jeder Altersgruppe auftreten, etwa 80 Prozent der Ansteckungen entfallen aber auf unter 18-Jährige. Das Risiko, an der Erkrankung zu sterben oder schwere Komplikationen davonzutragen, ist in dieser Altersgruppe am größten. In Europa treten vor allem Meningokokken der Serogruppen B und C auf.

Verwechslungsgefahr: Grippe- und Meningitis-Symptome

Die Symptome einer Meningitis-Erkrankung sind denen einer Grippe zunächst ähnlich: Es kommt zu Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Müdigkeit. Erste Anzeichen wie Nackensteifigkeit, Lichtscheue, Krampfanfälle und Benommenheit deuten spezifischer auf eine mögliche Meningitis hin. Betroffene verspüren ein schweres Krankheitsgefühl, das sich in kurzer Zeit aus völliger Gesundheit heraus entwickeln kann. Eine Meningokokken-Meningitis kann innerhalb von Stunden zum Tode führen und muss sofort im Krankenhaus mit Antibiotika behandelt werden.

Einer Meningokokken-Infektion kann vorgebeugt werden

Durch Vorsorgemaßnahmen kann einer Meningokokken-Infektion vorgebeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie sich und Ihre Kinder schützen können. Der Kinderarzt berät, wie Babys und Säuglinge, aber auch Jugendliche einer Erkrankung durch Meningokokken Serogruppe C vorbeugen können und welcher Schutz bei Reisen in bestimmte Länder sinnvoll ist.