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Wellness ist auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkung möglich.
Foto: Alexandra Rüsche / reiseratgeber24.de

Winterwellness für Alle – Auch in der Corona Zeit

(tpr) – Ob heilende Thermalbäder an der Südlichen Weinstraße oder wärmende Nordseeschlickpackungen in Ostfriesland: Im Winter sind kurze Wellness-Auszeiten im eigenen Land beliebt, auch im Corona-Jahr. Besonders Menschen mit Mobilitäts- oder anderen Einschränkungen profitieren von Momenten der Entspannung. Mehrere Urlaubsziele in Deutschland engagieren sich dafür, dass auch diese Gäste einen unkomplizierten und erholsamen Aufenthalt genießen können. Die schönsten barrierefreien Wellness-Reiseziele stellt die Arbeitsgemeinschaft Leichter Reisen vor.

Südliche Weinstraße: durch Reben wandern und in der Therme entspannen

Die Südliche Weinstraße ist eine Genussregion, nicht nur in kulinarischer Hinsicht. Ausgezeichnete Weine, bodenständige Pfälzer Küche, eine liebliche Landschaft mit Weinbergen sowie ein mildes Klima verwöhnen die Sinne. Auch im Winter lässt sich die verträumte Gegend bei entspannten Wanderungen entdecken. Ein besonderer Tipp ist der Biblische Weinpfad zu Kirrweiler. Die knapp drei Kilometer lange Route führt auf einem ebenen Wirtschaftsweg, der problemlos mit Rollstuhl befahren werden kann, mitten durch die Weinberge mit Blick auf das Hambacher Schloss und den Pfälzerwald. Auf zwölf Stelen erklären Texte, wie sich die Bibel mit dem Thema Wein auseinandersetzt.

Der beste Platz zum Aufwärmen ist die nach dem bundeseinheitlichen Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ zertifizierte Südpfalz Therme im Kurort Bad Bergzabern. Aus 450 Metern Tiefe wird das heilende Wasser der Petronella-Quelle in stimmungsvoll beleuchtete Thermalbecken gepumpt. Für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer erleichtert ein mobiler Poollift den Einstieg. Auch dem Besuch der Sauna und Salzgrotte steht hier nichts im Weg. Für Rollstuhlfahrer wird in der 90 Grad Celsius heißen Waldsauna eine Bank hochgeklappt. In die Salzgrotte gelangen sie über eine Rampe.

Die passende Unterkunft bietet das ebenfalls nach „Reisen für Alle“ zertifizierte Wohlfühlhotel Alte Rebschule in Rhodt unter Rietburg. Highlight ist der für Rollstuhlfahrer zugängliche neue SPA-Bereich mit Ausblick auf die Weinberge, Panoramasauna, Kneippbecken und Pool. Weitere Hotels und Pensionen bieten speziell für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen das dreitägige Komfort-Arrangement „Weinfeines Wochenende“ inklusive Weinprobe an. Alle teilnehmenden Unterkünfte sind nach „Reisen für Alle“ zertifiziert.

Sächsische Schweiz: durch den Nationalpark wandern und im Wasser schweben

Die im Sommer so beliebte Nationalparkregion Sächsische Schweiz verwandelt sich im Winter in eine Oase der Stille. Trotz des ausgeprägten Höhenprofils der Region gibt es zahlreiche Strecken, die selbst Rollifahrer tief hinein in die wildromantische Felsenwelt führen – bzw. hoch hinaus zu atemberaubenden Ausblicken. Zu den beliebtesten Winterwanderungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gehört die rund drei Kilometer lange Tour von der Burgstadt Hohnstein zur Brandaussicht. Der Weg ist breit und gut ausgebaut. Am Ziel wartet nicht nur ein fantastisches Panorama auf Wälder, Tafelberge und Felsen, sondern auch die urige, zugängliche Brand-Baude mit herzhafter Küche und gemütlichem Kachelofen.

Nach der aussichtsreichen Wanderung lässt es sich in einem der drei großen Bäder in der Sächsischen Schweiz wunderbar entspannen. Das moderne, lichtdurchflutete Geibeltbad in Pirna verfügt über ein Hallenbad mit Saunalandschaft. Über einen Beckenlift gelangt man ins Wasser. Ein Erlebnis ist das Hamam mit Dampfbädern, Erlebnisdusche und Massagen in der zugänglichen Saunalandschaft. Dafür wird eine Begleitperson empfohlen. Das Erlebnisbad Mariba in Neustadt bringt mit tropischen Pflanzen und warmen Temperaturen sowie einem Wellenbad karibisches Flair in die Sächsische Schweiz. Ein Lift steht für das 25-Meter-Becken zur Verfügung, im Strandbereich führt eine Rampe ins Wasser. Auch hier wird eine Begleitperson empfohlen.

Wellness-Flagschiff der Region ist die Toskana Therme in Bad Schandau. Im Liquid-Sound-Tempel schweben die Gäste schwerelos im warmen Solewasser, umhüllt von Unterwassermusik und sinnlichen Lichtprojektionen. Sauna- und Wellnessbereich sind für Rollstuhlfahrer gut zugänglich. Für Anwendungen ist eine Anmeldung erforderlich, eine Begleitperson wird empfohlen. Unweit der Therme liegt das mondäne Fünf-Sterne-Hotel Elbresidenz direkt an der Elbe, das über barrierefreie Zimmer verfügt.

Ostfriesland: sich vom Meer verwöhnen lassen

Schlickpackungen, Muschelmassage, Meerwasser-Sanddornbad: Bei Wellness-Anwendungen in Ostfriesland kommt die Nordsee hautnah. Thalasso heißen Therapieanwendungen, bei denen der natürliche Schatz des Meeres genutzt wird. Die Ostfriesischen Inseln und einige Küstenorte haben sich gemeinsam zur ersten Thalasso-Region Europas zertifizieren lassen. Verstärkt wird der Erholungseffekt der Behandlungen durch das maritime Reizklima und das Salzwasser der Nordsee.

Auch Rollstuhlfahrer können Thalasso– und weitere Wellness-Anwendungen in Ostfriesland problemlos erleben: unter anderem in der Cliner-Quelle in Carolinensiel, im Quellbad in Dangast, in der Friesentherme in Emden, im Kur- und Wellness-Center auf Langeoog, im Badehaus Norderney sowie im Insel-Bad & Dünen-Spa auf Spiekeroog. Jeder Ort hat eigene Spezialitäten. So können sich Gäste in der Cliner-Quelle beispielsweise mit Nordseeschlick einreiben oder mit Muscheln massieren lassen. Im Badehaus Norderney wird Besuchern unter anderem ein Meersalz-Milch- oder ein Meeresalgen-Bad eingelassen.

Alle Einrichtungen verfügen darüber hinaus über für Rollifahrer zugängliche Thermen oder Bäder. In der Cliner-Quelle, im Badehaus Norderney und in der Friesentherme besteht zudem die Möglichkeit zum Saunabesuch. Die Wellnesstempel sind nach „Reisen für Alle“ zertifiziert. Es ist, wie überall, mit coronabedingten Einschränkungen zu rechnen.

Ostfriesland ist Deutschlands erste barrierefrei zertifizierte Reiseregion. Urlauber mit Mobilitätseinschränkungen finden in allen erwähnten Orten komfortable Unterkünfte, die nach „Reisen für Alle“ zertifiziert sind.

Rostock: salzhaltige Luft einatmen und Massagen genießen

Auch an der Ostsee ist die heilsame Kraft des Meeres spürbar, so zum Beispiel in Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide, den vier Seebädern der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Meeresluft ist besonders rein, denn sie enthält kaum allergieauslösende Pollen oder Schadstoffe, dafür zahlreiche wertvolle Mineralien und Spurenelemente, die über Aerosole tief in die Lunge gelangen. Auf der Westmole in Warnemünde, ein Weg, der 500 Meter auf das Meer hinausführt, können Gäste die wohltuende Wirkung der Ostsee mit jedem Atemzug spüren. Die Strecke ist gut mit dem Rollstuhl befahrbar.

Ganz in der Nähe, im Kur- und Gesundheitszentrum Vital & Physio in Warnemünde, werden Gäste von ausgebildeten Therapeuten verwöhnt. Von der Aromaöl-, über die Segler- bis hin zur Vitalmassage sind verschiedenen Anwendungen buchbar. Auch Gesundheitskurse, manuelle Therapie und Gymnastik werden angeboten. Alle Angebote sind nach individueller Beratung für Gäste im Rollstuhl buchbar.

Direkt an der Promenade von Warnemünde liegen das Strandhotel Hübner und das dazugehörige Parkhotel Hübner mit insgesamt drei barrierefreien Zimmern. Beide Häuser bieten Wellness- und Kosmetikanwendungen für Gäste im Rollstuhl an.

Diese und weitere barrierefreie Wellnessideen stellt die Arbeitsgemeinschaft Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland auf ihrer Webseite vor: www.leichter-reisen.info.

Quelle: THIEL Public Relations e.K.

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