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Was hilft gegen Scheidentrockenheit?

Beschwerden im Intimbereich sind nicht gerade ein Thema für das Abendessen mit Freunden. Selbst gegenüber der besten Freundin ist das für viele Frauen ein Tabuthema. Und häufig gibt es für solche Beschwerden ganz einfache Gründe. Scheidentrockenheit ist einer dieser Gründe, und viele Frauen leiden darunter, geben es aber nur ungern zu und meinen sie stehen mit ihrem Problem alleine da.

Gerade Frauen in den Wechseljahren sind durch den gestörten Hormonhaushalt betroffen. Aber nicht nur reife, ältere Frauen sind betroffen. Es kann jeden treffen. Auch Frauen, die die Pille nehmen, können an Scheidentrockenheit leiden. Es zwickt eigentlich in jeder Situation, beim Sitzen, beim Laufen und auch beim Radfahren. Selbst Sex wird nicht nur zur unangenehmen Sache, es kann auch schmerzhaft sein. Wenn die Schleimhaut austrocknet und Risse bildet, können Bakterien leichter eindringen. So entstehen schmerzhafte Infektionen oder ein Pilz macht sich breit. Das passiert übrigens mit jeglicher Art von trockener Schleimhaut – so auch im Auge oder in der Nase. Darum sollten Schleimhäute immer feucht gehalten werden. Der Wasserhaushalt des Körpers sollte daher immer ausgeglichen sein.

Mögliche Ursachen für Scheidentrockenheit können sein:

Diabetes mellitus
Wechseljahre (Klimakterium)
Hormonelle Verhütungsmittel wie beispielsweise die Pille
Stress und psychische Belastung
Hormonschwankungen
Multiple Sklerose
Chemotherapie oder Bestrahlung sowie antihormonelle Medikamentenbehandlung bei Brustkrebs
Missbrauch von Alkohol und Zigaretten
Schwangerschaft und Stillperiode
Übertriebene Intimhygiene

Meine Scheide brennt und juckt. Beim Sex tut’s weh. Was soll ich nur tun?

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Viel trinken und eine balancierte Ernährung ist zwar wichtig – doch hilft das nur bei wenigen Frauen. Wer glaubt, an Scheidentrockenheit zu leiden, sollten sich unbedingt an einen Gynäkologen wenden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Scheidentrockenheit zu behandeln. Am besten wirken feuchtigkeitsspendende Vaginalgele wie das Replens, das umfangreich klinisch getestet ist und selbst keine Hormone enthält. Es soll das in den USA meistverwendete Produkt sein und wird in Deutschland von vielen Frauenärzten empfohlen. Zum anderen verschreibt der Frauenarzt reifen Frauen in den Wechseljahren entsprechende Hormonpräparate, wenn dafür keine Gegenanzeigen vorliegen. Wer auf Chemie verzichten möchte, dem stehen einige homöopathische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung oder auch Linderung aus der Natur mit Heilpflanzen wie z.B. dem Rotklee, wobei meist allerdings harte Studiendaten zum Effekt solcher Mittel fehlen.

Wenn Sie unter Scheidentrockenheit leiden, sollten Sie während der Periode auf keinen Fall Tampons benutzen. Tampons saugen nicht nur das Menstruationsblut auf, sondern nehmen jegliche Feuchtigkeit auf und fördern die vaginale Trockenheit.

Regelmäßiges Waschen gehört zum alltäglichen Leben. Aber auch die tägliche Benutzung von aggressiven Reinigungsseifen und Duschgelen fördert die Trockenheit, im Übrigen auch der Haut. Im Intimbereich reicht demnach klares Wasser oder speziell für den Intimbereich entwickelte Produkte.

Woran es auch immer liegen mag, Scheidentrockenheit ist kein Verbrechen und schämen braucht man sich überhaupt nicht. Darunter darf der Sex mit dem Partner nicht leiden. Seien Sie ehrlich zu ihrem Partner. Handeln Sie, damit es Ihnen auch im Intimbereich wieder gut geht und der Sex wieder Spaß macht.

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