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Bei einer Schwangerschaft wächst nicht nur der Bauch

Laut Statistischem Bundesamt werden im September die meisten Babys geboren. Ein aktueller Anlass, um sich mit dem Thema Schwangerschaft einmal näher auseinanderzusetzen. Auch wenn sich die meisten Schwangeren während ihrer Schwangerschaft wohl fühlen, erleben sie doch zahlreiche und tiefgreifende körperliche Veränderungen. Welche das sind, darüber klären die Experten der zertifizierten Präventions-App pelvina auf und geben zudem wertvolle Tipps. Entwickelt wurde pelvina gemeinsam mit Ärzten. Auf Grundlage dieser gynäkologischen Expertise und in Zusammenarbeit mit den pelvina-Experten, entstand nachfolgender Überblick.

pelvina ist ein App-basierter Beckenbodenkurs, den auch Schwangere nutzen können, sofern keine ärztlichen Einwände dagegensprechen. Gerade der Beckenboden ist während einer Schwangerschaft starken Belastungen ausgesetzt, weshalb Experten präventive Maßnahmen empfehlen. Der pelvina-Kurs vermittelt wertvolles Wissen rund um den Beckenboden und kräftigt diesen durch gezielte Übungen. Er wird von den Krankenkassen bis zu 100 Prozent erstattet.

Die 6 wichtigsten physischen Veränderungen

  1. Innere Organe
    Die Muskelmasse der Gebärmutter nimmt während einer Schwangerschaft bis um das 30-fache zu. Die Folge: Die Gebärmutter drückt auf andere Organe oder Venen. Am Ende einer Schwangerschaft nimmt die Gebärmutter so viel Platz ein, dass sogar das Atmen schwerer fallen kann, weil sich die Lunge unter Umständen nicht mehr komplett ausdehnen kann. Weiterhin kann es zu Verstopfung, Sodbrennen oder verstärktem Harndrang sowie zu Krampfadern oder Hämorrhoiden kommen.
  2. Beckenboden
    Auch die Beckenbodenmuskulatur wird während der Schwangerschaft und Geburt stark beansprucht. Das kann dazu führen, dass Mütter und Schwangere den Harndrang nicht mehr so gut kontrollieren können. Der Grund: Die Beckenbodenmuskulatur funktioniert wie eine Art Schließmuskel für die Körperöffnungen in der Körpermitte. Durch die starke Dehnung während der Schwangerschaft und die Beanspruchung bei der Geburt wird sie geschwächt und bekommt Mikrorisse. Das kann zum vorübergehenden Kontrollverlust über die Schließmuskeln von Blase oder Enddarm führen. Ärzte empfehlen deshalb ein präventives, stärkendes Beckenbodentraining.
  3. Gewichtszunahme
    Eine Gewichtszunahme von bis zu 15 Kg ist während einer Schwangerschaft völlig normal. Sollte die Gewichtszunahme von diesem Richtwert deutlich abweichen, empfiehlt sich leichtes körperliches Training in Absprache mit der betreuenden Gynäkologin. In jedem Falle sollte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung geachtet und nicht jeder Lust-Attacke nachgegeben werden. Gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Salate sind zudem nicht sehr kalorienhaltig. Diäten und Hungerkuren während einer Schwangerschaft sind aber tabu.
  4. Brüste
    Viele Schwangere haben Angst vor Schwangerschaftsstreifen. Sie treten gerne im Brustbereich auf. Bedingt durch die Schwangerschaft vergrößern sich die Brustdrüsen, was zu einer Hautdehnung führt. Diese wiederum kann Risse im Bindehautuntergewebe verursachen. Aus medizinischer Sicht sind Schwangerschaftsstreifen harmlos. Dennoch leiden viele Frauen darunter. Im Brustbereich gibt es leider keine 100prozentig wirkungssicheren Präventiv-Maßnahmen, weil die Beschaffenheit des Bindegewebes viel mit Veranlagung zu tun hat. Schwangerschaftsstreifen an Po oder Beinen kann man am ehesten vorbeugen, indem man sich regelmäßig bewegt, die Haut pflegt und eine zu große Gewichtszunahme vermeidet.
  5. Rücken
    Viele Schwangere beklagen Rückenschmerzen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. So neigen Schwangere oft dazu, ein Hohlkreuz zu machen, um die Last des wachsenden Fötus auszugleichen. Eine Hohlkreuz-Haltung beansprucht allerdings die Rückenmuskulatur. Auch die Hormone spielen eine Rolle. So lockert das Hormon Progesteron beispielsweise die Bänder, welche die Gelenke stabilisieren. Die kann zu Rückenprobleme hervorrufen. Diese Bänder-lockernde Wirkung des Progesterons ist allerdings wichtig, denn sie erleichtert den Geburtsvorgang.
  6. Zähne
    Es gibt drei Ursachen, warum Zähne während einer Schwangerschaft in Mitleidenschaft gezogen werden können. Erstens ein Kalzium- und Fluoridmangel aufgrund eines erhöhten Bedarfs während der Schwangerschaft. Zweitens die Veränderung des Speichels. Beide Phänomene verstärken die Anfälligkeit für Karies. Schließlich spielt auch der Hormonhaushalt eine Rolle, welcher sich auch auf die Blutgefäße im Zahnfleisch auswirkt: Es kann häufiger zu Zahnfleischbluten kommen.

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Quelle: public performance

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