Viele Wege führen zum Babyglück: Wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt, sollte man rechtzeitig medizinische Hilfe suchen.
Foto: djd/MSD/Corbis
Wir leben in hektischen Zeiten: In der sogenannten „Rush-Hour des Lebens“ zwischen Mitte 20 und Ende 30 müssen heute viele Menschen viel zu viel auf einmal bewältigen: den beruflichen Ein- und Aufstieg, Partnersuche, Hausstands- und Familiengründung und häufig die Pflege der eigenen Eltern. Durch die hohen Anforderungen der modernen Arbeitswelt nimmt dabei das Berufsleben zunehmend Raum ein, was besonders Frauen die Entscheidung für ein Kind erschwert.
Viele Wege führen zum Babyglück: Wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt, sollte man rechtzeitig medizinische Hilfe suchen. Foto: djd/MSD/Corbis
Weniger Zeit, mehr Druck
Daher erfolgt die Familiengründung heutzutage immer später. Einige internationale Konzerne „fördern“ diese Entwicklung neuerdings mit „Social-Freezing-Angeboten“ – sie übernehmen für ihre Mitarbeiterinnen die Kosten für das Einfrieren von Eizellen, damit diese sich länger auf den Job konzentrieren können. Fortgeschrittenes Alter ist aber einer der wichtigsten Gründe, warum es mit dem Wunschkind nicht klappt. Und auch Stress kann eine Schwangerschaft verhindern. Eine Studie der Ohio State University, USA, ergab erste Hinweise, dass Frauen, die erhöhte Werte eines Stress-Indikators im Speichel aufwiesen, eine um fast ein Drittel geringere Wahrscheinlichkeit hatten, schwanger zu werden. Ihr Risiko, ganz unfruchtbar zu bleiben, war sogar doppelt so hoch wie bei Frauen mit niedrigeren Werten.
Prioritäten setzen und für Entspannung sorgen sind daher wichtige Faktoren auf dem Weg zum Wunschkind. Und auch, die Suche nach medizinischer Hilfe nicht zu lange hinauszuzögern – Adressen von Spezialisten gibt es etwa unter www.kinderwunsch.de. Denn je länger man wartet, desto kleiner wird das verbleibende Zeitfenster.
Kinderwunschbehandlung
Bleibt eine Schwangerschaft aus, stehen heute viele Behandlungsmethoden zur Verfügung. Fortschritte in den letzten Jahren haben es ermöglicht, z. B. mit dem Fruchtbarkeitshormon Corifollitropin alfa – enthalten in Elonva -, mit einer einzigen Injektion im Rahmen einer Kombinationstherapie das Follikelwachstum eine Woche lang zu stimulieren. Bei Erfolg der Kinderwunschbehandlung kann der Babywunsch oft trotz Problemen noch in Erfüllung gehen.
In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Oft liegt das an sozialen Faktoren: Es fehlt der richtige Partner, oder Nachwuchs lässt sich nicht mit dem Beruf vereinbaren. In vielen Fällen liegen aber auch medizinische Probleme zugrunde.
In den Medien schlug es zuletzt hohe Wellen: Einige US-Firmen bezahlen ihren weiblichen Angestellten das Einfrieren und Lagern ihrer Eizellen. Dieses sogenannte Social Freezing soll den Frauen das ungehinderte Erklettern der Karriereleiter ermöglichen, bevor sie sich zumindest zeitweise Fläschchen und Windeln widmen.
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