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Leitungswasser: Gesund oder schädlich?

Ausreichend Wasser ist wichtig, um den Kreislauf am Laufen zu halten. Aber muss Wasser auch teuer sein? Leitungswasser ist die günstigere Variante, doch der Verzehr gilt oftmals als bedenklich. Was ist an dem Mythos dran?

Die empfohlene Tagesmenge an Wasser

Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten – tagtäglich leiden tausende Menschen an solchen Beschwerden. Was vielen nicht bewusst ist: Oftmals sind die Leiden lediglich Symptome eines Wassermangels. Im Durchschnitt sollten Erwachsene mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag zu sich nehmen. An heißen Sommertagen oder bei extremer körperlicher Anstrengung sogar bedeutend mehr. Doch im Alltag geht der Griff zum Wasserglas viel zu oft unter – und schon treten die bekannten Beschwerden auf. Um das regelmäßige Trinken im Alltag zu integrieren, helfen bereits kleine Tricks. Wer von seiner Weck- oder Alarmfunktion des Smartphones Gebrauch macht, dem wird zu festgelegten Uhrzeiten das Trinken in Erinnerung gerufen. Auch eine digitale oder manuelle Liste mit eingetragenen Trinkpausen ist hilfreich. Jedes Glas Wasser kann so gewissenhaft abgehakt werden. Das Wichtigste jedoch ist: immer Wasser in Reichweite haben. Das ist dank der Trinkwasserversorgung in Deutschland kein Problem, denn Leitungswasser ist nicht nur überall erhältlich, sondern auch erfrischend und preiswert.

Leitungswasser: So wird die Wasserqualität sichergestellt

In Deutschland ist die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) für die Qualitätsprüfung des Leitungswassers zuständig. Ihre Vorgaben sind äußerst streng: deutschlandweit werden die Regelungen zu 99 Prozent eingehalten. Unter anderem regelt die Verordnung die Aufbereitung und die Überwachung des Wassers. Zudem legt sie die Pflichten aller Wasserversorger fest. Hier gilt: Bis zur Wasseruhr eines Hauses, ist der Wasserversorger für die Überprüfung der Wasserqualität zuständig. Ab der Wasseruhr jedoch steht der Hausbesitzer in der Pflicht, die Qualität zu jeder Zeit zu gewährleisten. Alternativ kann jede Privatperson bei unabhängigen Instituten die eigene Wasserqualität testen lassen. Auf Basis einer eingeschickten Wasserprobe werden hier hochwertige und qualifizierte Prüfberichte erstellt. So kann sich jeder von den letzten Zweifeln verabschieden, denn diese sind ohnehin unbegründet: Das Umweltbundesamt attestiert dem deutschen Leitungswasser regelmäßig eine sehr gute Wasserqualität, bei der kein Schadstoff den Grenzwert überschreitet.

Leitungswasser zahlt sich aus

Der Griff zum Wasserhahn bringt viele Vorteile mit sich. Zum einen ist Leitungswasser das umweltfreundlichste Getränk. Im Gegensatz zum Mineralwasser muss es keine langen Transportwege in schädlichen Plastikflaschen auf sich nehmen. So werden weniger CO2-Emissionen erzeugt und die Klimabelastung immens reduziert. Im Durchschnitt befindet sich diese bei Wasser aus der Flasche nämlich um das 600-fache höher als bei Leitungswasser. Das liegt allein schon in der enormen Importmenge: 2020 kamen etwa eine Milliarde Liter Mineralwasser aus dem Ausland nach Deutschland. Außerdem ist Wasser die erste Anlaufstelle für Menschen, die Geld sparen, aber auf nichts verzichten wollen. Zum Vergleich: Für 10 Euro erhält man im Supermarkt durchschnittlich bis zu zwanzig Liter Mineralwasser, abhängig von der Marke und dem Standort. Aus dem eigenen Wasserhahn gibt es für dieselbe Summe stattliche 4.000 Liter. Ein enormes Ersparnis.

Fazit

Entgegen weitverbreiteten Meinungen ist Leitungswasser weder schädlich noch ungesund. Nach den Regeln der Trinkwasserverordnung sorgen zunächst die Wasserversorger und schließlich die jeweiligen Hausbesitzer für eine einwandfreie Qualität. Wer auf Nummer sicher gehen und seinen privaten Wasseranschluss auf eventuelle Schadstoffe überprüfen lassen will, kann dies durch einen einfachen Test von unabhängigen Instituten tun. Doch das Umweltbundesamt attestiert: Leitungswasser ist gesund. Zudem ist es nicht nur die deutlich günstigere, sondern auch die klimafreundlichere Variante.

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